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Tinnitus
Knacken, Pfeifen, Piepen oder Rauschen - Tinnitus hat viele Gesichter. Viele stellen sich Tinnitus als Pfeifen im Ohr vor. Tatsächlich reicht die Bandbreite aber von Verkehrslärm über ein Piepen bis hin zu Überschallfliegergeräuschen.
Akuter Tinnitus
In der Regel behandeln Hals-Nasen-Ohrenärzte einen akuten Tinnitus als Erstmaßnahme mit durchblutungsfördernden Medikamenten, oft in Form von Infusionen, und empfehlen entspannungsfördernde Maßnahmen.
Chronischer Tinnitus
Bei Betroffenen, die länger als sechs Monate unter Ohrgeräuschen leiden, sprechen Experten von einem chronischen Tinnitus. Oft geht die ständige Geräuschkulisse mit einem hohen Leidensdruck einher. Die Prognose ist in der Realität in vielen Fällen jedoch lange nicht so bedrohlich wie oftmals dargestellt.
Begleitsymptome
Schlafstörungen, Verspannung der Kiefergelenke, Geräuschempfindlichkeit, Hörsturz
Projekt Tinnitus - na und?!
Hintergrund
Bei der Behandlung chronischer Ohrgeräusche hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine symptombezogene Behandlung nur wenig Erfolg verspricht. Vielmehr erfordert die Komplexität des Krankheitsbildes ein umfassendes Vorgehen mit einer individuell geplanten und aus verschiedenen Bausteinen bestehenden Therapie.
Ablauf
Da gerade chronische Ohrgeräusche häufig eine Eigendynamik entwickeln, die nur schwer zu kontrollieren ist, werden betroffene Teilnehmer des Konzepts "Tinnitus - na und?!" in einem öffentlichen Vortrag zunächst ausführlich über ihre Ohrgeräusche und deren Verarbeitung sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufgeklärt.
Therapiebausteine
Mögliche Therapiebausteine im Rahmen des Projektes Tinnitus-na und?! betreffen die Bereiche vegetatives Nervensystem, Bewegungsapparat, akustische Verarbeitung und Psyche. Im Mittelpunkt stehen dabei Maßnahmen zur vegetativen und muskulären Entspannung, zum Schlaftraining, zur richtigen Bewegung, zur Beeinflussung der akustischen Verarbeitung, zur Verbesserung des Hörvermögens und zur psychischen Deeskalierung. Die verschiedenen Bausteine werden dabei den individuellen Gegebenheiten angepasst und in einem schriftlichen Therapieplan zusammengefasst.
Akustische Therapieverfahren bei Tinnitus
Die Veränderung der zentralen Hörverarbeitung ist mit der wichtigste Therapiebaustein beim chronischen Tinnitus (akustische Neuromodulation). Das Gehirn lernt dabei allmählich den Tinnitus zu unterdrücken bis er leiser und weniger störend wird oder im Idealfall sogar ganz verschwindet. Die wichtigsten Verfahren im Einzelnen: Noiser: Ein neutrales Rauschen vermischt sich mit dem Tinnitus, so dass ein neutrales Gesamtgeräusch entsteht, das von der Hörverarbeitung im Gegensatz zum Tinnitus unterdrückt wird. Kurzfristig wird der Tinnitus durch den Ablenkungseffekt leiser. Langfristig lernt die Hörverarbeitung, den Tinnitus auch mit immer weniger Noiser-Rauschen zu unterdrücken, so dass sich der Noiser im Laufe der Zeit selbst überflüssig macht.
 Notched noise-Therapie: Dabei wird zunächst die Tinnitusfrequenz bestimmt und dann aus einem Noiser-Rauschen oder geeigneter Musik herausgeschnitten. Die Nervenfasern, die den Tinnitus übertragen, werden dadurch geschont und von den benachbarten Zellen sogar gehemmt. 
 Coordinates reset stimulation: Durch die Verstärkung der benachbarten Frequenzen wird die Reizübertragung des Tinnitus noch effektiver gehemmt und langfristig auf neuronaler Ebene unterdrückt. Da es sich bei allen Verfahren um Lernprozesse handelt, sollte die Therapie im Idealfall mehrere Stunden täglich und über einen längeren Zeitraum erfolgen. Der Effekt kann durch Ginkopräparate noch verstärkt werden, da diese die neuronalen Umbauprozesse und damit den Lernvorgang unterstützen. Ein Beispiel für eine günstige akustische Tinnitustherapie ist die mynoise-CD, die alle drei Verfahren kombiniert und 45,- Euro kostet. Die Klangdateien werden dabei invdividuell nach einer Frequenzbestimmung in der Praxis oder im Internet erstellt (www.mynoise.de). Im weiteren Sinne zu den akustischen Therapieverfahren gehören das Hörtraining bei einer Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis) und hörverbessernde Maßnahmen bei einer Hörminderung. Diese sollten den oben genannten Maßnahmen grundsätzlich vorausgehen: Hörtraining: Bei einer Geräuschüberempfindlichkeit kann durch ein gezieltes Hörtraining eine Gewöhnung an höhere Lautstärken stattfinden. Hiervon unterschieden werden muss die Phonophobie, bei der es sich um eine Unverträglichkeit nur gegen bestimmte Geräusche handelt und bei der das Hörtraining von verhaltenstherapeutischen Maßnahmen begleitet werden sollte. (s.a. http://webdoc-hno.blogspot.de/2012/05/hortraining.html)
 Hörverbessernde Maßnahmen: Immer wenn eine Hörminderung vorliegt, trägt eine Hörverbesserung mit Hörhilfen oder bei Taubheit auch mit einem Cochlear implant erheblich zu einer Besserung des Tinnitus bei, da die Hörverarbeitung bei schwerhörigen Patienten alle eingehenden Geräusche und damit auch den Tinnitus verstärkt. Durch die Hörverbesserung kann sie wieder ihre normale Aufgabe, unwichtige Geräusche zu unterdrücken und wichtige zu verstärken wahrnehmen.
Kosten
Um möglichst vielen Betroffenen eine Beteiligung am Projekt "Tinnitus - na und?!" zu ermöglichen, wurde bei der Ausarbeitung des Therapieprogramms besonderer Wert auf eine transparente und kostengünstige Abrechnung gelegt.
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