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Akuter Tinnitus

Ohrgeräusche hört jeder Mensch ab und an. Bei den meisten verschwinden sie nach einiger Zeit wieder. Halten Geräusche jedoch länger als drei bis vier Tage an, sollten Betroffene einen HNO-Arzt aufsuchen. Dieser findet im Rahmen einer eingehenden Untersuchung mögliche Ursachen für den Tinnitus und leitet gezielt Therapieschritte ein.

In der Regel behandeln Hals-Nasen-Ohrenärzte einen akuten Tinnitus als Erstmaßnahme mit durchblutungsfördernden Medikamenten, oft in Form von Infusionen, und empfehlen entspannungsfördernde Maßnahmen. Meist verschwinden Ohrgeräusche dadurch schnell wieder. Im Gespräch gehen Fachärzte darüber hinaus Lärmbelastungen und anderen Risikofaktoren wie Stress auf den Grund und geben Hinweise zum Umgang mit den Ohrgeräuschen.

Untersuchungen von Hals, Nase und Ohren sowie Hörtests und eine Analyse der zentralen Hörverarbeitung vervollständigen gegebenenfalls die Diagnose. In Einzelfällen finden auch bildgebende Verfahren wie eine Kernspintomographie Verwendung.

Grundsätzlich gilt: Je früher Behandlungen ansetzen, desto besser die Heilungschancen. Ärztliche Hilfe rasch in Anspruch zu nehmen, gehört daher zu den wichtigsten Maßnahmen. Doch auch eine kritische Selbstreflektion trägt zur Genesung bei. Menschen, die ständig unter Stress stehen, sollten in einem Tinnitus nicht nur ein lästiges Übel sehen, sondern ihn als Alarmsignal des Körpers verstehen.